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IPS-Panel

IPS-Panel© 2020 Shutterstock

Was ist IPS (In-Plane Switching)?

Das Akronym IPS steht für In-Plane Switching und bezeichnet eine LCD-Technologie, also eine bestimmte Art von Flüssigkristallbildschirm. (Der Name bezieht sich auf die in einer Ebene – Plane – angeordneten Elektroden.) IPS wurde in den frühen 1990er-Jahren patentiert und sollte typische Probleme von TN-TFT-Displays beheben, unter anderem die eingeschränkten Blickwinkel und mangelhafte Farbwiedergabe. Auch heute noch sind IPS-Flüssigkristalldisplays in der Unterhaltungselektronik weit verbreitet und vor allem im mittleren und höheren Preissegment zu finden.

Im Gegensatz zur vorherigen Generation von LCDs weisen IPS-Produkte keine Abdrücke nach Berührungen auf dem Bildschirm auf. Außerdem haben IPS-Displays im Vergleich zu ihren Vorgängern doppelt so viele Transistoren pro Pixel und eine stärkere Hintergrundbeleuchtung. Dies sorgt dafür, dass die Farben von IPS-Displays kräftiger erscheinen und auch aus verschiedenen Blickwinkeln gut dargestellt werden.

Die IPS-Produkte der ersten Generation hatten gegenüber TFT-LCDs allerdings drei wesentliche Nachteile: einen höheren Energiebedarf, höhere Preise und längere Reaktionszeiten. Da jedoch Unternehmen wie Hitachi und LG hohe Investitionen in diese Technologie gesteckt haben, konnten die Reaktionszeiten in nachfolgenden IPS-Generationen verkürzt und weitere Verbesserungen erzielt werden, beispielsweise eine höhere Farbgenauigkeit.

Im Jahr 2010 stellte Samsung dann eine konkurrenzfähige Alternative vor. Super PLS (Plane-to-Line Switching) ist kostengünstiger und verspricht gleichzeitig eine höhere Bildqualität, bessere Helligkeitswerte und noch flexiblere Blickwinkel. Seit damals sind weitere Mitbewerber auf dem Markt erschienen, unter anderem AU Optronics mit seinem AHVA (Advanced Hyper-Viewing Angle), der durch höhere Aktualisierungsraten überzeugen will.

IPS-Monitore erfreuen sich großer Beliebtheit unter Fotografen, Designern, Redakteuren und anderen Fachkräften, die auf eine hohe Farbgenauigkeit bei ihrer Arbeit angewiesen sind. Der Preis und der Energiebedarf liegen bei IPS aber weiterhin recht hoch, weswegen Displays mit TN-TFTs (Twisted Nematic Thin-Film Transistors) immer noch eine gute Alternative darstellen.

Bei Smartphones haben Sie die Auswahl zwischen IPS-, OLED- und AMOLED-Displays. Aus dem Vergleich dieser drei Technologien geht kein eindeutiger Gewinner hervor, denn jede hat ihre eigenen Vor- und Nachteile, die Ihre Entscheidung beim Kauf Ihres nächsten Handys beeinflussen könnten. OLED und AMOLED erzielen im Allgemeinen leuchtendere Farben und tiefere Schwarztöne, erlauben das permanente Einblenden der Bildschirmuhr und arbeiten zudem energieeffizienter. IPS-Displays hingegen erzielen eine höhere Farbgenauigkeit, sind nicht so teuer und verschleißen auch nicht durch statische Bildinhalte (die auf anderen Displays für Geisterbilder und Schatten sorgen können).

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